Waffeln – süß duftendes Gebäck, das zart auf der Zunge zergeht: Wenn auch Sie zu den Waffel-Liebhabern gehören, besitzen Sie wahrscheinlich ein klassisches Waffeleisen oder einen praktischen Waffel-Automaten. Binnen kürzester Zeit lassen sich mit diesen Geräten köstliche Waffelrosetten oder Waffelkaros zubereiten, die – kaum gebacken – auch schon wieder vernascht sind. Kein Problem, der Backteig lässt sich einfach zubereiten und das Backen im Waffeleisen macht keinen großen Aufwand. Doch so einfach war das Waffelbacken nicht immer! Lassen Sie sich entführen auf einen kleinen Exkurs in die Geschichte des Waffeleisens.
Von der mittelalterlichen Waffel zum modernen Waffeleisen
Die Wurzeln unseres köstlichen Waffelgebäcks reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Zwar gab es damals noch keine Waffeleisen, wie wir sie heute kennen, der Freude am süßen Knuspergenuss tat dies jedoch keinen Abbruch.
Waffeln waren in früheren Jahrhunderten vor allem als Festtagsgebäck bekannt und beliebt. Je nach Region gehörten die duftenden Leckereien zu ganz bestimmten Feiertagen des Jahres. In manchen Landstrichen zählten sie zu den Fastnachtsspezialitäten, in anderen Regionen hatten sie als Hochzeitsgebäck Tradition, gern wurden sie auch zum Neujahrstag gebacken und als kleine Belohnung an Kinder, Dienstmägde und Hausgesinde verschenkt. So unterschiedlich die Gelegenheiten zum Verzehr des zarten Backwerks waren, so vielfältig waren auch die Rezepte. Die Rezepturen variierten von Region zu Region. Nicht selten hatte jede Stadt ihr eigenes, ganz individuelles Waffelrezept und auch die Namensgebung des flachen Backwerks gestaltete sich höchst vielfältig. In Hamburg sprach man vom „Eisen-Brodt“, in Friesland vom „Eiserkuchen“ und in Süddeutschland hießen sie gar „Hippen“. Immer aber war ein duftend zartes Gebäck aus Eiern, Zucker und Mehl gemeint und immer wurde es in jener Zeit im sogenannten „Klemmeisen“ gebacken.
Diese Klemmeisen, oder auch Zangeneisen, wurden vom Schmied aus massivem Metall gefertigt. Gewöhnlich bestanden sie aus zwei Einzelteilen, die mit Scharnieren verbunden waren. Um sie möglichst gefahrlos ins Feuer halten zu können, wurden diese zudem mit langen Griffen versehen. Das Innere der beiden Eisen war zu jener Zeit häufig mit traditionellen Motiven oder religiösen Abbildungen gestaltet, die sich nach dem Backen als Muster auf den Waffeln abzeichneten.
Das Waffelbacken war in jener Zeit nicht ganz einfach und auch nicht ganz ungefährlich. Erst mit Erfindung des beheizbaren Herdes wurde das ursprüngliche Backverfahren leidlich bequemer. Die Nutzbarmachung des elektrischen Stroms und die Entwicklung elektrischer Haushaltsgeräte schließlich brachten auch in Sachen „heimische Waffelproduktion“ den lang erhoffen Durchbruch: das neuzeitliche Waffeleisen!
Moderne Waffeleisen
Wenn Sie sich ein neues Waffeleisen zulegen wollen, haben Sie heute die Wahl zwischen ganz unterschiedlichen Modellen. Der Brüsseler-Waffelautomat beispielsweise bäckt den Teig in wabenartigen Backformen aus. Seine spezielle Form ermöglicht es, große, original Brüsseler Waffel-Karos zu backen.
Wenn Sie gern und oft für Kinder backen, empfiehlt sich die Anschaffung eines Bärchen-Waffelautomaten. Die Backform dieses Waffeleisens ist mit dem Abbild eines goldigen Bärchens versehen. Besonders den kleinen Naschkatzen schmecken Waffeln dieser Art besonders süß!
Sollten Sie jedoch auf die klassische Waffelrosette, bestehend aus fünf Waffelherzen nicht verzichten wollen, ist der Herzwaffel-Automat genau das richtige Modell.
Ein Herz für Waffeln – mit Puderzucker, Marmelade, Schokocreme oder Schlagsahne gekrönt, sind Waffeln nach wie vor ein Genuss, dem kaum jemand widerstehen kann.
Lesen Sie meinen Test zum Cloer 1621 Waffeleisen
{ 1 Kommentar… lies ihn unten oder füge einen hinzu }
Netter historischer Überblick
Ich selber habe schon so viele Waffeleisen ausprobiert und ich ärgere mich immer noch darüber, dass mein altes Waffeleisen (noch aus DDR Zeiten) den Geist aufgegeben hat. Das was man jetzt, für weniger Geld bekommt, ist doch meist nur Mist. Für richtig locker luftige Waffeln werde ich wohl mal mehr Geld in die Hand nehmen müssen, damit die Waffeln mal wieder was werden.